Herren 50 – mit Doppelstärke zum Punktgewinn in Kiel


Allgemein / 11. Jan. 2026
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Die angekündigte Extrem-Wetterlage mit Glatteis und Schnee blieb im Norden weitgehend aus, so dass wir unser H50-Auswärtsspiel bei der Tennisgesellschaft Düsternbrook in Kiel an diesem Samstag (10.01.2026) bestreiten konnten.

In der ersten Einzelrunde spielte Fries an Position 2 ein solides Match gegen einen laufstarken Linkshänder. Fries verstand es, seinen Gegner zum Laufen zu bringen und ihn in den Ballwechseln zu Fehlern zu zwingen. Auch einige Doppelfehler leistete sich sein Gegner zu für ihn denkbar ungünstigen Zeitpunkten. Routiniert spulte Fries sein Pensum mit langen und sicheren Bällen ab und er konnte in den entscheidenden Phasen der Partie seine Chancen konsequent verwerten. Das Match ging glatt in 2 Sätzen an Fries.

Karsten hatte es an Position 4 mit einem sehr druckvoll agierenden Düsternbrooker zu tun. Karsten hielt von der Grundlinie zwar gut dagegen, zeigte dabei aber nicht dieselbe Sicherheit wie sein Gegner. Dieser zog in den Sätzen mit einer deutlich niedrigeren Fehlerquote verdient schnell davon. Nur am Ende des 2. Satzes konnte sich Karsten steigern und kam dann noch einmal heran. Am Ende reichte es aber leider nicht, das Match zu drehen. „So ein Mist, eigentlich wollte ich in dieser Saison alle meine Einzelspiele gewinnen, aber Tom war einfach zu stark“, zollte Karsten seinem Gegner anschließend Respekt.

Michi musste in der zweiten Einzelrunde an der Spitzenposition gegen einen altbekannten Mitstreiter antreten. Michi resümierte sein Match wie folgt: „Patrik hat super aufgeschlagen und ich konnte leider die wenigen Breakchancen kaum nutzen. Auch bei eigenem Aufschlag habe ich zu viel leicht aus der Hand gegeben. Patrik und ich haben schon häufiger gegeneinander gespielt. Alles in allem habe ich heute verdient gegen einen gut aufspielenden Gegner verloren. Patrik war heute abgeklärter und er hat die wichtigen Punkte dann auch konsequent gemacht.“

An Position 3 hatte ich eigentlich eine lösbare Aufgabe. In den letzten Wochen lag ich aber leider krankheitsbedingt „flach“ und war daher konditionell nicht voll auf der Höhe. Ich fand nicht gut ins Match, profitierte anfangs aber von leichteren Fehlern und Unsicherheiten meines Gegners von der Grundlinie. Nach gewonnenem 1. Satz ließ meine Kraft aber nach und mein erster Aufschlag ließ mich phasenweise im Stich. Die Ballwechsel zu Beginn des 2. Satzes wurden deutlich länger und mein Gegner wurde als Konterspieler sicherer. Durch ein frühes – etwas glückliches – Break zog mein Gegner etwas davon. Ich merkte nach den Ballwechseln, wie ich immer mehr konditionell abbaute, mein Herz raste, und wie ich mich zunehmend unwohl fühlte und hektischer wurde. Trotz zahlreicher Chancen konnte ich kein Re-Break erzielen und es ging in den 3. Satz.

Im Match-Tiebreak fand ich dann leider kein Rezept mehr, um meinen nun nahezu fehlerfrei aufspielenden Gegner in Verlegenheit zu bringen. Er konterte geschickt; seine Netzroller und Linienbälle taten ihr Übriges. Enttäuscht und körperlich platt ging das Match nach Düsternbrook.

Bei einem Zwischenstand von 1:3 nach den Einzeln ging es in die Doppel. Die Ausgangslage war klar: Düsternbrook brauchte nur ein Doppel für den Gesamtsieg und wir zwei Doppel für ein Unentschieden. Es war daher zu vermuten, dass Düsternbrook ihre Nr. 1 und Nr. 4 ins 2. Doppel setzen würden. So kam es dann auch.

Michi und Karsten spielten im 1. Doppel sehr stark und konzentriert auf und ließen zu keinem Zeitpunkt Zweifel an ihrem Sieg aufkommen. Sie gewannen verdient glatt in 2 Sätzen. Eine starke Leistung.

Spannend und kämpferisch wurde es im 2. Doppel. Fries und ich spielten erwartungsgemäß gegen vermeintlich übermächtige Gegner, die im 1. Satz mit harten und präzisen Schlägen schnell hoch in Führung gingen. Wir mussten uns erstmal an die Ballgeschwindigkeit und Spielweise unserer Gegner gewöhnen. Wir ließen aber nicht locker, versuchten dranzubleiben, steigerten uns und kämpften mit vollem Einsatz um jeden Punkt.

Obwohl der erste Satz mit 6:3 an Düsternbrook ging, waren unsere Gegner mit ihrem Spiel irgendwie unzufrieden, was sie auch deutlich zum Ausdruck brachten. Vermutlich wollten sie noch höher gewinnen. Im 2. Satz stand es nach einem unglücklichen Break 2:4 und alles deutete darauf hin, dass das Match nun schnell zu Ende gehen könnte. Bei eigenem Aufschlag wehrten wir dann auch noch ein paar weitere Breakbälle ab. Durch tolle Ballwechsel konnten wir aber mit energischen Volleys doch noch auf 3:4 verkürzen. Als wir dann noch Patrik, der bis dato seine Aufschlagspiele immer unangetastet durchbrachte, den Aufschlag zum 4:4 abnehmen konnten und sein Partner in dieser Phase etwas wackelte, witterten Fries und ich unsere Chance, das Spiel irgendwie zu drehen. Wir spielten jetzt selbstbewusst und beharrlich „wie im Tunnel“, während unsere Gegner mehr Fehler machten und – zunehmend genervt – etwas abbauten. Wir schafften es tatsächlich, den 2. Satz zu einem 7:5 für uns zu wenden.

Im Match-Tiebreak lagen wir zwischenzeitlich wiederum zurück, fighteten uns dann aber zum Ende hin mit starken Aufschlägen, mutigen Returns und sicheren Volleys zurück. Unsere Beharrlichkeit und Kampfgeist zeigten Wirkung. Den 2. Matchball konnten wir dann zum 10:8 nutzen. „An dieses Doppel werde ich mich noch sehr lange zurückerinnern. Was für ein grandioses Comeback!“, stellte Fries überglücklich fest. Und es stimmt: Wir sind heute über uns hinausgewachsen.

Am Ende konnten wir durch unsere beiden Doppelsiege ein insgesamt verdientes 3:3-Unentschieden herausspielen und feiern.

In geselliger Runde haben wir den winterlichen Tennistag mit fairen Düsternbrooker Gastgebern in der dortigen Vereinsgaststätte bei leckerem Curry-Geschnetzelten und ein paar Kaltgetränken gemütlich ausklingen lassen.

 

 

TG Düsternbrook – TC RW Wahlstedt            3:3     

 

Einzel: Gustafsson, Patrik – Seemann, Michael 6:1, 6:3; Rogowski, Andreas – Salzmann, Fries 4:6, 4:6; Roßnagel, Kai – Schramm, Gernot 3:6, 6:2, 10:7; Steger, Thomas – Krohne, Karsten 6:2, 6:3; Doppel: Rogowski / Roßnagel – Seemann, M. / Krohne 3:6, 2:6; Gustafsson / Steger – Salzmann / Schramm 6:3, 5:7, 8:10.

 

Bericht:

Gernot Schramm

 

 


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