Winterliche Gefühle beim Heimspiel gegen die 2. Mannschaft vom TuS Lübeck: Leider hatte die Heizung sich entschieden, auszufallen und versetzte beide Mannschaften zunächst in den Kälteschock. Doch Tobi eilte schnell herbei, belehrte die störrische Heizung eines Besseren und die Mädels machten sich auf vielfältige Art und Weise warm. Celine spielte Wonder Woman mit wehender Wolldecke, während Lina es zunächst vorzog, sich dick einzumummeln.
Da die Lübeckerin Ann-Christin Jährig noch zu einem Trainer-Lehrgang musste, spielten zunächst die Positionen eins und drei. Anscheinend hatte es Ann-Christin sehr eilig, zum Lehrgang zu kommen, denn sie siegte im Schnelldurchgang gegen Nina. Die gab unumwunden zu: „Ann-Christin war stabiler, geduldiger und nicht auszuspielen. Sie hat verdient gewonnen.“ Dennoch war Nina nicht unzufrieden mit Ihrem Spiel. Nach Abgabe ihrer Doktorarbeit hat sie den Kopf wieder frei. „Tendenz positiv!“ Vivian Heinzeroth hatte zunächst Schwierigkeiten, sich auf die Linkshänderin auf der anderen Seite einzustellen und konnte auch im Verlaufe der Begegnung ihren Matchplan nicht umsetzen. „Ich fühlte mich eigentlich gut, spielte aber nicht effizient genug.“ Zwar wehrte sie drei Matchbälle ab, zum Sieg reichte es jedoch nicht. Lina Coprian hatte es mit einer „alten“ Bekannten zu tun: Kira Bachmann spielte früher für den TC Segeberg. Die Lehrerin hielt lange gut mit, während Lina ihr Spiel als „krampfig“ bezeichnete. Schließlich spielte sie geduldig, wartete auf Fehler von Kira und bog so auf die Siegerstraße ein. „Wonder Woman“ hatte es mit der 12-jährigen Frida Stormer zu tun, die sich tapfer wehrte. Doch gegen die Routine von Celine ,musste sie letztendlich passen.
Unentschieden also nach den Einzeln. Und die Doppel waren an Spannung kaum zu überbieten. Bei beiden gingen die 1. Sätze an die Lübeckerinnen. Doch beides mal konterten sowohl Nina und Lina als auch Vivian und Celine mit 6:3. Die Match-Tiebreaks mussten entscheiden. Nina und Lina nutzten den Flow zum 10:7 Sieg. Bei Celine und Vivian lief es zunächst nicht gut: 2:5 lagen sie bereits hinten. Doch sie holten auf, hatten sogar Matchball. Doch die „jungen Wilden“ aus Lübeck steigerten sich und siegten mit 12:10.
TC RW Wahlstedt II – TuS Lübeck II 3:3
Nina Krüger – Ann-Christin Jährig 1:6, 1:6; Celine Kirst – Frida Stormer 6:1, 6:2; Vivian Heinzeroth – Theresa Fölsch 2:6, 3:6; Lina Coprian – Kira Bachmann 6:4, 6:3; Kirst/ Heinzeroth – Stormer/ Fölsch 3:6, 6:3, 10:12; Krüger/ Coprian – Gaus/ Bachmann 4:6, 6:3, 10:7
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Jörn Boller
































